Die Ernährung von Hunden ist ein klassisches Thema bei dem sich die Geister scheiden.
Sehr sensibel.
Sehr aufgeladen.
Doch in Wahrheit gar nicht so kompliziert!
Egal wen Sie fragen, was wohl die beste und gesündeste Ernährung für Hunde ist, die Antwort wird meist eine andere sein!
Kurz vorweg - meine Hunde werden alle zu etwa 90% Vegan und 10% Vegetarisch ernährt!
Die Ausnahme stellen trächtige bzw säugende Hündinnen sowie Welpen dar. Ich bin zwar davon überzeugt, dass auch diese Gruppen vegetarisch ernährt werden können, doch solange die wissenschaftliche Untermauerung fehlt, bleibe ich (leider) bei Huhn.
Alle Hunde sind gesund und munter - überzeugen Sie sich selbst!
.
Wenn es Sie interessiert wie und warum ich zu diesem Entschluss gekommen bin und was meine Hunde genau zu fressen bekommen, lesen Sie gerne weiter:
Meine beiden ersten Hunde, Sami und Paco, haben sowohl Trockenfutter als auch Dosenfutter verschiedener Anbieter bekommen - immer mit sehr hohem Fleischanteil. So wurde es mir empfohlen.
Auch Filou und später Fee haben die ersten Jahre noch Trockenfutter mit Fleisch bekommen - ab und an auch ungewürzte Speisereste von uns. (Wir ernähren uns alle vegetarisch - mein Mann und ich hauptsächlich vegan.)
Immer wieder habe ich mir überlegt, ob eine vegetarische bzw. vegane Ernährung bei Hunden möglich wäre. Doch die allgemein weit verbreitete Meinung, dass Hunde viel Fleisch brauchen und auch die Tatsache, dass der Hund nun einmal das Gebiss eines Fleischfressers hat, hat mich stets daran zweifeln lassen.
Ich hatte sogar eine Phase, in der ich unseren Hunden Wildfleisch gekocht habe. Wild zu verfüttern, erschien mir noch besser als die grausame Massentierhaltung in der Futtermittelproduktion. Doch wirklich glücklich war ich auch damit nicht.
Also habe ich begonnen zu recherchieren und bin auf eine Studie gestoßen, die eindeutig belegt, dass es durchaus möglich ist, Hunde vegetarisch und sogar vegan zu ernähren!
Letztes Jahr wurde ich auf einen Videobeitrag von Dr. Karim Montasser aufmerksam, der meine Entscheidung noch weiter untermauern sollte.
Im Herbst 2022 beschloss ich die vegetarische Ernährung auszuprobieren. Erst fütterte ich noch abwechselnd mit und ohne Fleisch - seit Juli 2023 schließlich ganz vegetarisch.
Unsere Hunde sind gleich aktiv, das Fell ist glänzend wie immer, Augen, Zähne, Nasenspiegel wie immer. Nur eine kleine positive Veränderung fiel mir auf: der Geruch des Outputs ist deutlich angenehmer. ;)
Gefressen haben sie alle Futtervarianten gleich gerne. Bei der Umstellung haben sie sich sogar auf das vegetarische Futter gestürzt - was ich allerdings darauf zurückführe, dass es etwas Neues war - mehr dazu später.
So verging ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre... Die Hunde sind nach wie vor gesund und ohne jegliche Beschwerden!
meine Frage an Sie:
Warum also Fleisch verfüttern und somit unnötiges Tierleid verursachen, die Umwelt und das Klima belasten, wenn es unseren geliebten Hunden auch vegan bzw. vegetarisch an nichts fehlt!?
meine große Bitte an Sie:
Bringen Sie allen Tieren die gleiche Liebe entgegen, die Sie für Ihren treuen Begleiter hegen, und füttern Sie vegan oder vegetarisch!
Den Tieren, der Umwelt und in Folge auch uns Menschen zu Liebe!
.
Hier noch der genaue Fütterungsplan meiner Hunde:
Unsere Vierbeiner bekommen veganes Trockenfutter verschiedener Hersteller.
Wann immer ein neues veganes Trockenfutter auf den Markt kommt, probiere ich es aus. Ganz grundsätzlich empfehle ich, möglichst viele verschiedene Futtersorten anzubieten. So bleibt die Darmflora gesund, der Hund entwickelt weniger leicht Allergien und, wie oben schon angeschnitten, die Freude ist groß, wenn etwas Neues im Napf landet!
Ihre Rationen bekommen sie zweimal täglich mit insgesamt etwa 100ml Ziegenmilch übergossen.
Diese ist dank der vielen enthaltenen Nährstoffe vor allem für Junioren und Senioren oder auch sehr aktive Hunde von Vorteil. Für einen gesunden erwachsenen Hund ohne besonderen Anforderungen ist dies nicht unbedingt erforderlich.
Täglich eine große Karotte, für Fell, Augen und Zähne.
Täglich ein veganer Kauartikel für die Zähne.
Bisher habe ich Beeztees und Whimzees ausprobiert. Letztere Marke ist mir persönlich sympathischer, da hier einerseits am Verpackungsmaterial gespart wird und es andererseits ein größeres Sortiment gibt.
Und als Lieblingsschmankerl gibt es einmal pro Woche ein hart gekochtes Ei von unseren lieben Hühnern.